Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

LVR-Archäologischer Park Xanten
LVR-RömerMuseum

Gebäude

Das neue LVR-RömerMuseum im APX ist eine einzigartige Kombination aus archäologischem Schutzbau und moderner Museumsarchitektur. Errichtet auf den römischen Grundmauern der monumentalen Eingangshalle, ergänzt es den Schutzbau über den Thermen zu einem faszinierenden Ensemble.

Außenansicht des RömerMuseums mit dem Schutzbau über dem Badetrakt der Großen Thermen.

Bau mit Vorbild: Die Architektur zitiert die große Eingangshalle des römischen Stadtbades.

Die römischen Baumeister schufen monumentale Bauwerke, wie sie die Menschen in der Provinz noch nicht gesehen hatten. Die Architektur des Museums vermittelt einen unmittelbaren Eindruck von dieser Wirkung. Innen wie außen gibt das Gebäude ganz die Dimensionen der römischen Basilika Thermarum wieder.

Die Basilika Thermarum war die Eingangshalle des römischen Stadtbads. Sie war der größte Raum der Thermen und gleichzeitig eines der größten Gebäude der ganzen Colonia. Auf einer Grundfläche von gut 70 x 22 Meter erhob die Halle sich bis zu einer Höhe von fast 25 Metern. Entsprechend stark dimensioniert sind ihre massiven, gut erhaltenen Grundmauern. Auf ihnen ruhen heute 14 mächtige Stahlrahmen, die den gesamten Museumsbau tragen.

Die Fassade besteht aus verglasten Stahlpaneelen und Fenstern, die reizvolle Ausblicke in die historische Landschaft bieten. Mit dieser Fassade und dem roten Blechsatteldach fügten die Kölner Architekten Gatermann + Schossig das LVR-RömerMuseum nahtlos an den bereits 1999 eröffneten Thermenschutzbau an. Dessen charakteristische Form- und Materialsprache war vom Architekturbüro IPP Polonyi & Partner entwickelt worden.

Ein Blick auf die Längsseite des RömerMuseums. Ausschnitt der Fassade mit ihren senkrechten Glasfenstern.

Blickfang: Senkrechte Glasfelder in der Fassade sorgen für interessante Ein- und Ausblicke.

Im Inneren überrascht das Museum mit einer weiteren architektonischen Besonderheit. Das Gebäude hat wie sein römischer Vorgänger keine durchgehenden Geschosse, sondern zeigt die gewaltige Höhe des antiken Innenraums. In diesen Raum erhebt sich die Ausstellung auf einer Folge von gleichsam schwebenden Rampen und Ebenen. Die auf unterschiedlichen Höhen von der Decke abgehängten Flächen führen die Besucherinnen und Besucher auf einen Rundgang durch die römische Geschichte bis hoch unter das Museumsdach. Die gesamte Ausstellung ist barrierefrei gestaltet.

Wozu der riesige Innenraum in römischer Zeit einmal diente, wissen wir nicht genau. Vermutlich nutzte man ihn je nach Wetter für Gymnastik und Ballspiele oder gelegentlich auch für Konzerte oder Theateraufführungen. Langweilig war es in den gut besuchten Thermen wohl nie.

Ein Blick in den Innenraum des RömerMuseums. Drei Jugendliche bestaunen eine antike Mauer innerhalb des RömerMuseums.

Blick in die Ausstellung und auf die fast zweitausend Jahre alten Fundamente, die das Museum tragen.

Im Untergeschoss liegen ein moderner Vortragsraum und ein Bereich für Wechselausstellungen. Besonders eindrucksvoll ist hier der Blick auf die römische Grundmauer, die auf einer Länge von rund 70 Metern fünf Meter hoch erhalten ist. An ihrer Nordwestecke sind zudem die Überreste von zwei gewerblich genutzten Becken zu sehen, die aus der älteren römischen Zeit vor der Errichtung der Thermen stammen.

Das Gebäude orientiert sich an den Standards des Landschaftsverbandes Rheinland für ökologisches Bauen. Dabei ist besonders die Erzeugung von Kälte und Wärme für das Gebäude hervorzuheben. 36 Erdsonden und zwei Wärmepumpen mit Wärmetauscher sorgen auf umweltfreundliche Weise für Kühlung im Sommer und Wärme im Winter. Die mittels Geothermie (Nutzung von Erdwärme) gewonnene Energie wird unter anderem über Heiz- und Kühldecken im Museumsgebäude verteilt.

Blick über die verschiedenen Ausstellungsebenen. Blick in das Erdgeschoss

Innen prägen die abgehängten Rampen und Ebenen den Raum.

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